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Gründungsboom hält in Graubünden und Glarus an

Gründungsboom hält in Graubünden und Glarus an

Noch nie sind in der Schweiz so viele Unternehmen gegründet worden wie in den letzten beiden Jahren. Auch Graubünden und Glarus können profitieren.

Südostschweiz
01.10.21 - 11:17 Uhr
Wirtschaft
Mitten in der Krise: Viele Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer haben den Schritt zur Unternehmensgründung gewagt, wie hier das Team der Raw Station in Chur.
Bild Archiv

Auch im zweiten Coronajahr reisst der Gründungsboom in der Schweiz nicht ab. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres wurden zwölf Prozent mehr Unternehmen gegründet als innerhalb der gleichen Zeitspanne im Vorjahr. Und auch dieses war trotz Pandemie und Lockdown bereits als Rekordjahr in die Geschichte eingegangen.

Eine Analyse des Instituts für Jungunternehmen (IFJ) zeigt, dass auch in Graubünden und Glarus bis Ende September mehr Unternehmen gegründet wurden als in der Vorjahresperiode. So verzeichnet Graubünden 787 neue Einträge im Handelsregister, was einen Anstieg von zehn Prozent bedeutet. Der Nachbarkanton Glarus kann mit 150 Neugründungen aufwarten. Das sind sogar elf Prozent mehr als im Vorjahr.

Land- und Forstwirtschaft boomt am meisten

Schweizweit werden seit 2017 jedes Jahr mehr Firmen gegründet. Im aktuellen Jahr gab es mit 37’693 Neueintragungen ins Handelsregister den bisher deutlichsten Sprung nach oben. Die häufigste Rechtsform ist die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), gefolgt von der Einzelfirma, der Aktiengesellschaft und der Kollektivgesellschaft.

Das IFJ hat zudem ermittelt, in welchen Branchen die meisten neugegründeten Firmen tätig sind. Zu den Top drei gehören demnach die Land- und Forstwirtschaft (plus 35,4 Prozent), Dienstleistungen wie Videoproduktion, Management oder Gartenbau (34,6 Prozent) und der Detailhandel (27,8 Prozent). In der Hightechbranche, bei Transport und Logistik und in der Kommunikation gibt es hingegen derzeit am wenigsten zu holen. In diesen Bereichen sanken die Neugründungen im Vergleich zum Vorjahr um bis zu zehn Prozent. (so)

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