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PSG stellt Lionel Messi vor

PSG stellt Lionel Messi vor

Der Wechsel von Lionel Messi vom FC Barcelona zu Paris Saint-Germain ist der Transfer dieses Sommers. An der Seine wird der sechsfache Weltfussballer bei seiner Vorstellung wie ein Messias empfangen.

Agentur
sda
vor 2 Monaten in
Fussball
Nasser Al-Khelaifi und Lionel Messi bei der Vorstellung des argentinischen Superstars in Paris
Nasser Al-Khelaifi und Lionel Messi bei der Vorstellung des argentinischen Superstars in Paris
KEYSTONE/EPA/CHRISTOPHE PETIT TESSON

Skurrile Szenen spielten sich am Mittwoch in den Katakomben des Parc des Princes in Paris ab, als Lionel Messi an der Seite des katarischen Klubbesitzers Nasser Al-Khelaifi nach einer halben Stunde seine erste Pressekonferenz als Spieler des PSG beendete. Die Journalisten applaudierten dem sechsfachen Weltfussballer des Jahres, einige «Messi, Messi»-Rufe hallten durch den Raum. Derweil warteten vor dem Stadion einige Hunderte Fans, um dem Superstar die Ehre zu erweisen.

«Ich bin sehr glücklich, hier zu sein», sagte Messi, der keine 72 Stunden zuvor bei seinem Abschied in Barcelona noch bittere Tränen geweint hatte. 21 Jahre spielte der 34-Jährige aus Rosario für die Katalanen, für die er in 778 Spielen 672 Tore erzielte. Mit Barcelona gewann er zehn Meistertitel und viermal die Champions League. Er hätte zwar gerne für seinen Stammklub weitergespielt, doch die Regeln der spanischen La Liga liessen eine Weiterbeschäftigung aufgrund zu hoher Ausgaben des hoch verschuldeten FC Barcelona nicht zu.

Champions-League-Titel ein Muss

In Paris sind zudem Messis Chancen grösser, noch einmal die Champions League zu gewinnen. «Ich werde alles unternehmen, um dieses Ziel zu erreichen», sagte der Argentinier. Wann er sein Debüt im Trikot mit der Nummer 30 geben wird, sei noch offen, er habe nach der Copa America einen Monat Pause gemacht. Sein erster Einsatz in der Ligue 1 wird frühestens Ende August erwartet, womöglich aber auch erst nach der Nationalmannschaftspause im September.

In Paris veredelt Messi eine Mannschaft, die schon ohne ihn ein «Who is Who» des Weltfussballs ist. Vor dem argentinischen Superstar verpflichtete PSG in diesem Sommer bereits Europameister Gianluigi Donnarumma (Milan), Sergio Ramos (Real Madrid), Achraf Hakimi (Inter), Georginio Wijnaldum (Liverpool) und Danilo (FC Porto). Hinzu kommen die bereits seit längerem in Paris unter Vertrag stehenden Neymar, Angel Di Maria, Marco Verratti, Mauro Icardi, Marquinhos und Kylian Mbappé. Ob Letzterer, dessen Vertrag in einem Jahr ausläuft, allerdings bleiben wird, ist offen.

Spätestens mit Messi soll nun das eintreffen, wovon die katarischen Investoren seit ihrer Übernahme des Klubs 2011 träumen: der Gewinn der Champions League. «Diese zu gewinnen ist schwierig», sagte Messi. «Paris weiss das.» Man könne die beste Mannschaft der Welt sein, die Champions League aber trotzdem nicht gewinnen. Diese sei eine sehr spezielle Liga. «Man muss stark und geeint sein, um sie zu gewinnen.»

El-Khelaifi: «Ein grosser Gewinn für alle»

Bereits am Dienstag hatte die «Messimania» Paris erreicht. Mehrere Hundert Fans hatten den Superstar auf dem kleinen Flughafen Le Bourget empfangen, ehe PSG am Abend nach erfolgreichem Medizincheck den Transfer offiziell machte. Für zwei Jahre plus Option für eine weitere Saison unterschrieb Messi, der laut französischen Medien rund 40 Millionen Euro netto pro Jahr kassieren soll, womit er noch mehr als zuletzt in Barcelona verdienen würde.

Laut Klubpräsident El-Khelaifi führe die Verpflichtung des aus seiner Sicht «besten Fussballers der Welt» nicht zur Verletzung des Financial Fairplays. Sie würden die Regeln seit dem ersten Tag der Einführung an einhalten. Zudem dürfe man nicht nur die negative Seite sehen. «Lio ist ein grosser Gewinn für PSG, aber auch für die anderen Klubs, die Liga und die Stadt Paris.» Seine Verpflichtung sorge für grosse Aufmerksamkeit in den sozialen Medien und werfe hohe Marketing-Einnahmen ab, sagte El-Khelaifi, der aber vor einem sportlichen Selbstläufer warnte. «Wir haben noch nichts gewonnen. Zuerst müssen wir nun arbeiten, arbeiten, arbeiten.»

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