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SCB muss in Quarantäne - und ist in den Playoffs

SCB muss in Quarantäne - und ist in den Playoffs

Der National League droht in der Schlussphase das Chaos. Nach Biel wird auch Bern in Quarantäne geschickt. Für die Berner ist die Qualifikation beendet, die Teilnahme an den Playoffs aber gesichert.

Agentur
sda
vor 2 Monaten in
Eishockey
Tristan Scherwey und seine Kollegen müssen zum vierten Mal in Quarantäne
Tristan Scherwey und seine Kollegen müssen zum vierten Mal in Quarantäne
KEYSTONE/MARCEL BIERI

Die am Montag als Folge von drei Corona-Fällen neuerlich angeordnete Testreihe beim SC Bern ergab ein weiteres positives Testergebnis, worauf das Büro der Berner Kantonsärztin dem Cupsieger eine weitere, mindestens einwöchige Quarantäne verordnete.

Für die Berner ist die Qualifikation damit beendet, nach der Partie am Dienstag gegen Genève-Servette fallen auch diejenigen gegen Rapperswil-Jona, Fribourg-Gottéron und Davos aus. Dank der neuerlichen Quarantäne - schon der fünften in dieser Saison (!) - ist aber auch klar, dass der SCB nicht mehr von einem der Playoff-Plätze verdrängt werden kann.

Am Ende entscheidet der Punktekoeffizient über die Schlussklassierung, derjenige der Berner wird höher sein als derjenige des derzeit auf Rang 11 liegenden Ambri-Piotta.

Die Vorbereitung auf diese Playoffs ist für die Berner, die zuletzt in 61 Tagen 31 Partien bestritten haben, indes alles andere als ideal. Wie lange die Berner in Quarantäne verbleiben müssen, steht noch nicht fest. Am 7. April sollten die Achtelfinals beginnen, die im Best-of-3-Modus gespielt werden.

Die Berner sind nach Biel das zweite Team, das nicht alle der 52 geplanten Spiele der Qualifikation bestreiten kann. Wegen Bern und Biel kommen bis zum Ende der Regular Season am Ostermontag auch Davos, Freiburg, Ambri, Servette, Lausanne (alle 51 Spiele) und Rapperswil-Jona (50 Spiele) nicht auf die vorgesehene Anzahl Partien. Am Dienstag wurden auch die Partien Biels gegen die Lakers (vom Dienstag) und gegen Ambri-Piotta (vom Donnerstag) definitiv abgesagt.

Dass der Schlittschuhclub Bern, der am 22. November als letztes National-League-Team erstmals in Quarantäne geschickt wurde, nun ein fünftes Mal in Quarantäne feststeckt, wirft Fragen auf. Zum zweiten Mal befand sich der SCB über Weihnachten in Quarantäne. Dann bestritten die Berner vom 5. bis zum 26. Januar kein Spiel, weil sich eine Quinzaine an Akteuren in Isolation befand. All diese Spieler müssten noch als immun gelten. Von der vierten Quarantäne (ab dem 5. Februar) waren bloss noch vier Akteure betroffen - nämlich die einzigen im SCB-Kader, die noch nicht an Corona erkrankt waren.

Wie geht es weiter? Der SC Bern müsste nächsten Mittwoch zum ersten Achtelfinal antreten. Es darf erwartet werden, dass über Ostern nochmals eine Testreihe angeordnet wird und das Büro des Kantonsarztes danach entscheiden wird, ob die Playoffs pünktlich beginnen können.

Für die Playoffs begeben sich sämtliche Teams in eine sogenannte «Double Bubble» (mit den Bubbles Stadion und Familie). National League und Swiss League haben festgelegt, dass kein Teams wegen Corona-Fällen oder Quarantänen aus den Playoffs ausscheiden kann. Sollte sich das Playoff-Prozedere (best of 3 in den Achtelfinals und best of 7 in den Viertelfinals) wegen Quarantäne-Fällen verzögern, werden die Halbfinal- und Final-Serien verkürzt. Sollten die Playoffs nicht bis am 14. Mai beendet werden können, geht der Meistertitel an Qualifikationssieger Zug, ausser der EVZ ist bis zum Abbruch der Saison schon aus den Playoffs ausgeschieden. In diesem Fall würde der Meistertitel - wie im Vorjahr - nicht vergeben.

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